sicher Sicher ? Oder wie ?

Irgendwie gibt es zur Zeit fast jeden Tag Nachrichten und Meldungen über Attentate oder Anschläge, Terror ist ein schnell hervorgekramter Begriff, unser Sicherheitbedürfnnis wächst rasant. Ist ja recht, aber das gepaart mit unserer Über-Regulierungs-und Überprüfungswut führt dazu, dass sich das System immer mehr karikiert. Die Kosten steigen in den Himmel und der Nutzen bleibt fragwürdig.

Aus meinem Leben als Flugkapitän fällt mir hierzu eine Geschichte ein, vor ca. zwei Jahren in Lyon.

Wir waren gerade erst gelandet, die Passagiere von Board und wir bereiten uns auf den Retourflug vor. Alles was so notwendig ist. Flugzeug betanken, die Reinigungstruppe macht alles sauber, Papiere austauschen, der ganze notwendige Kram halt.

Das ganze natürlich alles unter den vorgeschriebenen Sicherheitsregeln, das heißt, Ausweis kontrollieren von jedem der das Flugzeug betritt, ist ja gut ausgedacht, aber die Ausweise schauen eben auf jedem Flughafen anders aus, mit anderen Berechtigngsbezeichnungen, anderen Farben, überall anders einfach. Aber wir kontrollieren.

Beim Flugzeug verlassen die Sicherheitsweste an, den eigenen Ausweis gut sichtbar umhängen und alles im Blickfeld behalten. Wenn ich dann wieder zurück ins Flugzeug komm, dann müsste das dort noch eventuell beschäftigte Reinigungspersonal jetzt wiederum mich genau kontrollieren, machen sie aber eh nicht weil die ja auch unter Zeitdruck arbeiten und meinen Ausweis auch nicht kennen und so steige ich ungehindert wieder ein.

Wir, ich und mein Copilot, sitzen dann also im Cockpit, ziemlich beschäftigt mit Flugroute programmieren, Freigaben via Funk einholen, Checklisten abarbeiten, mit der Passagierstation Kontakt aufnehmen und so weiter. Viel Arbeit einfach. Ebenso in der Kabine, die Mädels sind ebenfalls ziemlich beschäftigt mit ihren Vorbereitungen.

Als ich mich dann einmal kurz umdrehe, durch die offene Cockpitpanzertür ( die den gesamten Flug dann uneinnehmbar verschlossen ist ) in die Kabine luge, stehen da plötzlich ein junger Polizist und eine junge Polizistin in voller Uniform und mit umgehängten Waffen in der Eingangstür.

Na wumm, was ist jetzt los ? Ich sprinte raus zu den Beiden, der eine hat seinen Ausweis gut sichtbar am Oberarm, beim Mädchen sehe ich nicht gleich den Ausweis, erst dann kann ich sehen, dass er hinter ihrem Gürtel eingeklemmt steckt.

“ Can i help you, Sir “ frag ich mal vorsichtig. “ Mistake, wrong, you wrong “ sagt er nur , kopfschüttelnd und die beiden verlassen mein Flugzeug. Ich gehe nach, will ja wissen was falsch ist oder wie oder was. Schnell merke ich, keiner der beiden spricht Englisch, außer “ wrong “ und „Mistake“ und Kopfschütteln und “ Problem „.

Jedenfalls merke ich schnell, dass ich das Problem sein soll, oder zumindest Probleme bekommen soll. Aber keine Chance, die verstehen mich nicht.

Aber es naht Hilfe, ein weiterer uniformierter, älterer Beamt eilt aufgeregt auf uns zu. Jetzt wird sich alles in Wohlgefallen auflösen, wage ich zu hoffen. Falsch, alles wird noch aufgeregter, Formulare werden ausgepackt, Funkgeräte betätigt und ich stehe da, wie ein begossener Pudel und weiß nicht wie mir geschieht. Der dritte Polizist spricht nämlich ebenso gut Englisch wie sein beiden jungen Freunde und verwendet die gleichen Worte wie diese, da haben die drei wohl den gleichen Basiskurs absolviert….

Ich bin schon ziemlich verzweifelt, wir sollten eigentlich schon längst die Passagiere an Bord holen und starten, aber die Polizei hat anscheinend alles gestoppt.

Aber plötzlich, Licht im Dunkel, ein Engel erscheint, in Form einer meiner Kabinenkolleginnen. Sie war, aufmerksamen geworden durch die wilde Gestikuliererei, zu uns gestoßen und !!!!! Freude !!!!! sie ist der französischen Sprache mächtig.

Der ältere Polizist, ebenfalls erfreut darüber aber sehr offensichtlich auch über das hübsche Äußere der Kollegin, beruhigt sich rasch.

Ich hätte nicht schnell genug die beiden am Flugzeug kontrolliert und die Ausweise nicht genau genug und und und. Aber was soll ich noch tun, ich war ja bei den Beiden, hab geschaut, aber wem soll ich dann vertrauen, wenn nicht einem Polizisten in Uniform, der ja eigentlich mich beschützen soll, oder hab ich da etwas falsch verstanden, der ja auch eigentlich schon beim Betreten des Flughafens überprüft worden sein sollte, so wie ich ja auch jedesmal beim Eintritt Ins Flughafengelände beinahe die Hosen runterlassen und das Innerste nach Außen drehen muss.

Jedenfalls wolle er es noch einmal mit einer mündlichen Verwarnung belassen, aber beim nächsten mal blablabla.

Also alles zurück an die Arbeit, 20 Minuten zu spät abgeflogen, verärgerte Passagiere, von denen einige ihren Anschlussflug verpasst haben, eine verunsicherte Crew und Capitän der froh ist nach Hause gehen zu dürfen, davor wird aber am Ausgang noch der Koffer gefilzt, ob nicht irgendetwas am Zoll vorbei oder vom Flieger mitgeht.

Über denWolken ist die Freiheit wohl ……

 

 

Osterfriede

 

Ostersamstg also, „Na,“ denk ich mir, “ wer geht Ostern schon ins Hallenbad ?“ Außer mir…. und, denkste, noch vielen anderen. Daher, natürlich nicht leer, das Becken, und dann auch noch fast nur Haie ( die, die da auf irgendwas hintrainieren, mit Kopf fast immer unter Wasser und Trinkflasche und Trainingsplan am Beckenrand ) und fast keine Enten ( Kopf immer über Wasser und planlos ). Also ich ( auch mit Kopf hauptsächlich unter Wasser, weil so schön Hellblau und nur noch Blubbern ) rein zu den Haien, von Osterfriede keine Spur. Am ehesten noch die bunten Badehaubeneierköpfe ( ich Giftgrün ), aber sonst wird nur gedrängelt und gestoßen und überschwommen und getaucht und……  Na Jedenfalls gegen Mittag dann plötzlich immer weniger Haie und keine Enten mehr, am Ende ich fast alleine im Revier, fein.

Osterjause, Auferstehung und so, klärt mich der Bademeister auf, “ Endlich wieder fressen und saufen nach der langen Fastenzeit „.    Ich dann auch schnell heim, wärm mir meine Gründonnerstagsspinatpizzareste auf und schnell aufs Rad, weil da werden jetzt eh alle daheim sein und ihre Schinken weihen und essen und Osterfreunde sein und keinesfalls Auto fahren.

Also los, noch schnell ein Osterei in die Trikottasche, vielleicht treffe ich ja einen netten Menschen. Und – , schon wieder kein Osterfriede, ganz im Gegenteil, da scheint der Osterwahn ausgebrochen. Offensichtlich gibt es da einen Osterbrauch, wer mehr Osterweihen an einem Nachmittag miterleben  kann, oder wessen Schinken am weitesten und schnellsten gefahren ist, oder was weiß ich.

Ich rette mich auf Nebenstraßen, dort wo die Schinkenweiher noch zu Fuß unterwegs sind und wiege mich in Sicherheit.        Päng!Explosion ! Schüsse !!!     In Zeiten von Selbstmordattentätern und Terror, bin ich schon bereit mich in den Graben zu werfen, aber nein, kärntner Osterbrauch, Osterschießen, keine Sprengstoffgürtel, nur Freiwillige, die sich unter Alkoholeinfluss ab und an Finger, Hände oder Trommelfelle vom Körper schießen, Ostermerthyrer sozusagen, ob die Körperteile dann als Reliquien verehrt werden ?

Ich hetze alsdann heim, auf meiner verzweifelten Suche nach Osterfrieden, und da hab ich dann mein schönes Osterei doch noch gebraucht, es landet auf der Heckscheibe eines Osterrasers…

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Gedankenstolpern

Vor einem Monat bin ich gestolpert, und jetzt gestern schon wieder, nicht über meine zwei linken Füße,  nein, gestolpert bin ich, weil ich alter Griessgram, Augenkontakt vermeidend, bodenfixierend in meiner eigenen Blase durch die Stadt gehetzt bin.

Und dann bin ich eben wieder gestolpert, über diesen Stolperstein

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Und wider habe ich mich aufgerappelt, wollte weitergehen und mir denken, “ bist eh ein Guter, weil du da hinschaust und für 8 Sekunden nachdenkst“ aber irgendwie bin ich dann doch nicht weitergegangen und mich auch nicht selbst gelobt.

Da ist ein Mensch, eine Frau, da ist Bertha Zeichner, ein Kind namens Bertha, das 1894 zur Welt kam, ein Mädchen das heranwächst, selbst zur Mutter wird, ein Mensch, der tausend eigene Geschichten hat.

Und jetzt ist hier nur noch dieser Erinnerungspflasterstein, eine mini-mini Gedenktafel, über die viele latschen ohne ihrer gewahr zu werden. Und es bräuchte einen Kopfschlagstein auf Augenhöhe, der einem die Wahrheit immer und immer wieder in den Schädel hämmert, dem man nicht durch Vergessen entgehen kann, der einen verfolgt und anklopft.

Der einen nicht in Ruhe lässt damit, daß hier ein Mensch war, einer mit Träumen und Ängsten, mit Hoffnungen und Ideen, der Liebe gegeben hat und Liebe gebraucht hat, und vor allem ein Mensch, der es nicht verdient hat, einfach so im Viehtransport verfrachtet zu werden, gequält und grausamste ermordet zu werden.

Nicht vergessen, immer wieder nicht vergessen

Bertha Zeichner, am 4. März 1894 wurde sie in Tulln geboren, sie hat 1918 geheiratet und zwei Kinder geboren, Otto und Erna. Sie betrieben einen Handel in der Auergasse in Klagenfurt, wurden von hier vertrieben, erst nach Wien, von dort wurde sie nach Kielce deportiert, hier verliert sich ihre Spur. Sohn Otto wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Tochter Erna schaffte es nach Palästina, wo sie noch heute als Esther Schuldmann lebt.

Geschichte dazu und Bilder

Und mit ihr auch die vielen Millionen Anderen Mordopfer. Die enorme Anzahl darf niemals darüber hinweg täuschen, daß jeder Einzelne ein Mensch war.

Wenn ich wieder stolpere, dann sollte ich eigentlich liegen bleiben und auf Augenhöhe nachdenken und nachdenken und nachdenken und ….

 

Hasenalarm

Schwimmen : 3 km

Radfahren : 63 km

Laufen : 0

 

 

Wieviele Divisionen hat der Papst ?

Und wieviele Divisionen hat der Osterhase ?

Zum Eierpecken und -essen üben hab ich zur Vorsicht schon angefangen, man muss gewappnet sein, die Übermacht der Osterstreitkräfte ist beängstigend. Wegessen scheint die einzig mögliche Strategie…

Nicht mehr lange, dann ist die Fastenzeit vorbei, die ich noch nicht begonnen habe, aber soviel andere, die alles mögliche fasten, von süßem oder saurem, Alkohol oder Kohlenhydrate oder beides oder nur Suppen oder gar keine, Zigaretten, Handy oder Sex oder am besten alles und möglichst viel davon berichten, weil ganz toll und ein neues Lebensgefühl und erst die Entschlackung, die es ja eigentlich so gar nicht gibt, aber überhaupt am tollsten und befreiendsten ist, und alles mit möglichst teuren Produkten, die das alles perfekt unterstützen und erleichtern, zumindest die Geldbörse…

Aber bald ist sie ja vorbei und dann geht wieder alles und vor allem alles nachholen, und die Glocken kommen wieder und der liebe Gott, der hilft mir dann.  Ach, verdammt, ich bin ja kein Mitglied, dann halt der Osterhase, der hilft mir sicher, wenn ich ihn nicht aufgegessen hab, vorher.

Zum Thema

Schlaf, Schmerz, Laune: 😩

Ärzte: 1

Schwimmen: 3,6 km

Radfahren: 41km

Laufen: 0 (kann nicht im Keller im Kreis laufen)

 

Mein Blog ist doch von Bechterew und ich soll mal was vernünftiges und darüber schreiben, vielleicht liest das ja ein ebenda Betroffener, sagt man mir.  Aber Bechterew und vernünftig und ich und vernünftig, wo ich selbst ein betroffener Betroffener bin, na gut, also:

Vielen Dank lieber Bechterew, bekämpf dich jetzt seit Wochen mit Cimzia, aber du hältst zu mir, treuer Freund. Hältst mich auch von der Arbeit ab, danke, und vom Schlaf, danke, und vom zügigen aufstehen, danke, und vom freundlich sein und vom nett sein (danke, für die Ausrede).

Vielleicht soll ich dir doch eine Freundschaftsanfragen stellen, und wir Kumpels ziehen zu zweit um die virtuellen Häuser.

Aber ich hab dich in Verdacht, du bist nur so ein Oberflächlicher, Falscher, weil einem Freund von hinten, heimlich die Gelenke annage, das tut man nicht. Und darum, aus mit Lustig, ich setzt dir die nächste Spritze an, du feiger Hund. Cimzia Junkie schlägt zurück.

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Die sind aber auch nicht meine Freunde, lassen meine Nebenhölenentzündung nicht heilen, uns sonst so einige Bakterien- und Virenfeindeeinfach einfach zu mir durchspazieren…

Dann noch die Pollen, die mich schön in den Keller fesseln zur Zeit und mich  nicht in der angenehm warmen Sonne laufe lassen, also noch mehr Weweh.

Auweh, alles ist schlecht und ich sowieso, die letzten Freundeshoffnungen zerschlagen, muß wieder mal in die Stadt.

Also, liebe Bechterew Kollegen, in mir habt ihr keinen positiven Genossen, aber einen ehrlichen,    vielleicht    .

Schulfußballmannschaftsauswahl

Alles 0 heute, kein Sport kein Arzt kein Schlaf

 

Gibt’s noch immer, dieses Psychospiel, warum solls auch nicht mehr sein ? Unauffälliger und subtiler kann man Mobbing doch gar nicht betreiben. Also perfekt in unserer Zeit und  damals und immer schon.

Und so funktionierts:

Wähle 4 Auserwählte, wodurch es dann schon einen Oberauserwähler gibt, der die 4 Unterauswähler auswählen darf. “ Macht, oh Gott, hab ich viel Macht „, denkt sich dieser Oberauswähler. Und die Unterauserwählten, die dem Oberauswähler, kurz eben Gott genannt, ja eh schon immer katzbuckeln und a…gekrochen sein müssen, und sich so Ihre Unterauserwähltheit schon lange erarbeitet haben müssen, jetzt aber endlich ein bisschen Untergott geworden sind und “ Oh, jetzt hab ich Macht “ denkend, dem verängstigten unterwürfigst dreinblickendem Rest verachtend gegenüberstehen.

Eben dieses jetzt nicht Gott oder zumindest Kleingott seiende Untervolk, angstzitternd nachsinnt “ was hab ich so falsch gemacht in letzter Zeit, hab ich zu wenig ge-networked, kein teambuilding betrieben, den falschen geliked ?“, derweil es immer weniger werden rundherum.

Nur nicht der ganz,ganz Letzte sein, der Unberührbare im Fußballkastensystem, der noch überbleit, weil alle Mannschaften voll sind und dann vom Obergott gnadenhafterweise einem angeekelt dreinblickenden Untergott als Reservist zugeteilt wird.

Und ich geh dann raus zur Garderobe, weil als Reservist schon einem anderen das Bein abgeschlagen werden müßte, um mitmachen zu dürfen, da steht dann auch das Volleyballreservistenmädchen, auch keine Göttin,das aber eh super nett ist und Mannschaftssport sowieso Scheiße ist……und ich jetzt 40 Jahre verrutscht bin und jetzt doch noch Radfahren gehe, heute, alleine.

Heute schon wieder

Statistik heut keine, weil sich NICHTS tut, nur alles weh tut und die Pollen mich aber nicht rauslassen, und alles sooo gemein ist und das Wetter schön ist und ich trotzdem eh nur raunzen tu. Pasta.

 

Wenn ich über die Straße gehe, schaue ich zweimal links und nur einmal rechts, man sollte dem Rechten nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Ich könnte auch gar nicht nach rechts schauen, aber dann besteht die Gefahr, daß mich die Rechten überrollen.

Am Amt heute, zehn vor Zwölf, und viele offensichtlich nicht deutsch sprechende Warteschlangen, also die Warteschlangen vielleicht schon, aber die Warteschlangenbildenden eher nicht. Und als Service dann die Lautsprecherdurchsagstimme „you have to live in ten minutes“.

und ich denk mir, muß ich jetzt in zehn Minuten mein Leben endlich beginnen? Wo ich ja jetzt 50 Jahre so verschissen hab und jetzt hab ich nur noch 10 Minuten Zeit mir zu überlegen was ich endlich sinnvolles leben soll, muß. Und wenn mir da nichts gescheites einfällt, was passiert dann, muß ich dann mein Leben abgeben hier, und welche, wieviele Formulare ich dann wo holen muß ? Und die anderen haben offensichtlich nicht so meinen Lebenssinngebungsstreß, bleiben ganz ruhig, wissen die immer alle ganz genau, was sie wie richtig zu leben haben?

Auch die Eine, die da die ganze Zeit durch die Schlangen taumelt, mit gepierctem Nabel, mit bauchfreigelegtem, gewölbtem Bauch und Legging und und jemanden sucht, der ihr einen Ausweis borgt und immer wieder Alkohol, oder sonstwas verursacht, strauchelt und ins Smartphone plärt “ Schatzi, a Bub wirds, bitte Schatzi, mach heut kein Blödsinn, Schatzi bleib daheim „. Weiß die auch bescheid?

nur ich, jetzt nur noch 2 Minuten und ich schon ganz vom Angstschweiß am Rücken durchnässt, hab keine Ahnung wegen meinem Leben und keine Idee und gar nichts.

Eine Minute noch, ich hyperventiliere schon, die Amtsräume gehen auf, „verdammt, lasst mir die eine Minute noch !!“, werden aber von Außen versperrt …  und aus.

Ich lebe noch immer nicht, und doch noch.

Schwellenangst

Schmerzen, Schlaf, Stimmung: 😶

Arztbesuch: 0

Schwimmen: 0

Radfahren: 0

Laufen: 22 km

 

Angst vor der aneroben Schwelle.

Angst vorm Osterhasen schon wieder vor der Schwelle

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Angst vorm übersteigen der Schwelle

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Angst vor der Schwelle zur Schmerzunerträglichkeit.

Angst nie mehr die Landeschwelle zu sehen

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Angst nie mehr die Reizschwelle erreichen

Angst vor der Schwelle zum nicht denken

Angst vor dem schwellenüberschreitenden nicht nachdenken der Vielen

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Angst, daß das Heute vor der Schwelle zum ewig gestrigen steht

Angst vor des Osterhasen an der Schwelle Versärkung

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Angst die Schwelle zum Schlaf wieder nicht zu überschreiten

Angst die Schwelle zum Aufwachen wieder viel zu früh zu erreichen

Angst die letzte Schwelle zu überschreiten.

Angst vor der Schwellenangst

 

🎧 heut beim laufen Eine Ballade , wahre Angst

 

 

 

 

Injectionday

Schmerzen, Schlaf, Stimmung:😖

Arznesuche: 0

Schwimmen: 0

Radfahren: o

Laufen:10

 

Es ist wieder Spritzentag.

Nein, keine Lance Armstrong Injektinen, für ein bisschen mehr Vollgas, mit           EPO-Power wär wohl letztens der E-Bike Poser auch noch drinnen gewesen, so mußte ich ihn, nicht ohne Hinweis meinerseits, daß er eh nur ein lärmarmer Mopedfahrer sei und keine ernst zu nehmende Konkurrenz, ziehen lassen.

Also kein EPO, kein Testosteron gegen schlanke Oberarme, nur CIMZIA 200mg .

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Eigentlich habe ich mit HUMIRA begonnen, auch nicht leistungssteigernd 😉, das hat dann auch nach zwei Injektionen merkbare Schmerzlinderung gebracht.

ABER, die liebste aller meiner Krankenkassen, hat dann aber gleich mal beschlossen, „Nein, lieber Joan, für dich gibts bestenfalls was anderes, fünf Euro billiger“.

Der liebe Joan denkt sich nichts dabei, greift jetzt eben zu CIMZIA und …. erstarrt.

Nicht wie bei HUMIRA, ein praktischer Verabreichungspen, nein, eine Megaspritze mit Meganadel tut sich hier IMG_1869 zu meinem Entstzen aus der Verpackung hervor.

Subkutan selbst zu verabreichen, Armstrongsche Erfahrungen wären mir wünschenswert. Also mutig Spritze entsichern, Einstichstelle desinfizieren, Hautfalte am Oberschenkel bilden und einstechen. HALLO, EINSTECHEN !! Leichter geschrieben als gestochen, na los jetzt, Indianer kennen keinen Schmerz, bin aber keiner, bestenfalls ein kleines Indianermädchen…

Beim dritten Anlauf, Augen zu, Nadel steckt, jetzt abdrücken. Ist aber eine große Menge die da rein soll. Es bildet sich schon eine beachtliche subkutane Beule und das nach nicht einmal der Hälfte.

Letztendlich ist alles drin, Nadel raus, die Injektionsflüssigkeit versucht auch gleich wieder zu entfleuchen, halt, dageblieben, Pflaster drauf und geschafft.

Denkste, nichts geschafft, der andere Oberschenkel muß genauso verbeult werden, zwei Injektionen brauchts um Erfolg zu erhoffen, also „Same Procedure as before “ siehe oben.

Jetzt hoffe ich, daß bald eine Wirkung und keine Nebenwirkung eintritt. Nach den ersten Injektionen ließ selbige noch auf sich warten, mal abwarten, die Hoffnung stirbt zuletzt und ich am besten gar nicht.

 

Fertig gelesen habe ich auch wieder einmal,

IMG_1866  Sehr gutes, empfehlenswertes Buch, vor allem, wenn man selbst so in den 70ern herangewachsen ist. Beginnt so ganz harmlos, aber dann.              TOLL !!

 

Friend’s

Schlaf, Schmerzen, Stimmung: 🙁

Arztbesuche: 0

Schwimmen: 2 km

Radfahren: 110 km

Laufen: 0

 

Heute morgens in der Innenstadt, Nachschub besorgen, Kaffee, Lesestoff und Schmerzmittel 😟.

„Hey, mein Freund !“, irgendwo hinter mir, kann nicht sein, ICH nicht sein, hab keine Freunde.

„Hey, schenk mir ein bisschen Zeit !“, ui, schenken soll ich auch noch, meine Schritte werden schneller, Freund und schenken, da werd ich zum Sprinter.                                       Aber eine Hand hat mich schon, lastet tonnenschwer auf meiner Schulter. Arlarmstufe rot !!

„Für die Tiere und die Umwelt wär’s“, ein in Dauersmilygesicht geschulte, Ökokurzhaar-, Jesusschlapfen-, ButtonParkerträgerin hat mich als perfektes Oper ausgemacht.

„Ah“ sag ich, “ Greenpeace, kenn ich eh. War ich eh damals ein Jahr auf der Rainbow-Warrior, bevor sie uns gesprengt haben damals In Auckland, so richtige Aktionen halt“, sag ich, stimmt aber nicht, als seekranker pubertierender  Stubenökegescheitreder, Parker hab ich aber schon gehabt mit richtigem Atomkraft nein Danke Button. „Das waren noch Zeiten, da haben wir was bewirkt“, sag ich, war aber nicht so, verschafft mir aber Staunen und Zeit die Hand von meiner Schulter und mich aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Ein LIKE von meiner neuen Freundin bringt mir das sicher nicht, aber  Vorsprung.

In der Eile stolpere ich fast über einen menschlichen WACHTURM – Ständer. Die mag ich, seine Unaufdringlichkeit, steht nur da und wartet darauf einer der 144.000 für den Himmel werden zu dürfen. Kann er ruhig, solang ich ihn nicht als Freund begleiten soll.

Zu früh gefreut, bin schon wieder “ Friend“. Sollte vielleicht einen Stammtisch gründen, wenn sich mein Freundeskreis gerade minütlich um 100% erweitert, vor allem echte Freunde, zum angreifen, nix virtuell und so.

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Eine „Mgaphon“ Zeitschrift wird mir von meinem neuesten, sogar internationalen, schwarzen Freund, vor die Augen gehalten. Jetzt fehlt mir nur noch ein homosexueller Hipster, eine Bobo Familie und dann bin ich aber sowas von in mit meiner Freundesrunde.

“ Hab ich gestern von meinem Friend vor dem Supermarkt gekauft“ sag ich, stimmt diesmal sogar und geb ihm trotzdem ein paar Euro, ein bisschen reden ist auch drin.

Aus Nigeria, spricht zumindest gleich gut englisch wie ich, und sehr, sehr viel besser deutsch als ich Nigerianisch…

Was ich so mach, fragt er. Von meinen Schmerzmitteleinkaufssack sag ich nichts, von wegen Schmerzen brauch ich jemanden mit einer solchen „Anreise“ wohl nichts erzählen.

aber ich könnt fragen, wegen Alternative zu den Chemiebomben Tabletten, ein bisschen Gras.

Dummes, Hirn, mit den blöden Vorurteilen, lass  das sein !!!!

“ Alles gute, mein Freund“, sag ich, ehrlich “ hoffe du kannst bleiben, bei uns“

Jetzt aber nichts wie heim, bevor noch mehr Blödsinn von mir kommt.

Dummes, dummes, gebrainwashtes, vorurteilbehaftetes, dummes Hirn.

 

Aber Musik muss wieder sein „Für eine Hand voll Gras“

und meien Bücherausbeute

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Und außerdem ganz wichtig :

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